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23. Norddeutscher Kirchenarchivtag in Güstrow

Zu der Tagung am 13. und 14. Mai hatte das Landeskirchliche Archiv der so genannten Nordkirche eingeladen. Insgesamt 45 Archivarinnen und Archivare aus 20 verschiedenen Archiven, darunter Henner Grundhoff und Dr. Henning Pahl vom EZA, waren der Einladung gefolgt und ließen sich zum Auftakt über die im Mai 2012 neu gegründete Evangelisch - Lutherischen Kirche in Norddeutschland informieren. Dr. Winfried Eberstein vom Landeskirchenamt in Kiel führte die Motivation zum Zusammenschluss der drei Landeskirchen und die besondere Rechtssituation nach dem Zusammenschluss vor Augen.

Tagungsort "Haus der Kirche" in Güstrow

Auf dem archivischen Sektor bedeutete der Zusammenschluss die Vereinigung von drei ehemals selbständigen Archiven zu einem Archiv unter einer Gesamtleitung in Kiel mit Außenstellen in Schwerin und Greifswald.

Auf den sich anschließenden Arbeitssitzungen wurden ausgewählte Fragen der Arbeit in kirchlichen Archiven besprochen. In Arbeitsgruppe 1 referierte Dr. Jens Murken (Landeskirchliches Archiv Bielefeld) über seine Erfahrungen mit der Betreuung von Schülern bei der Teilnahme an Geschichtswettbewerben. Diese sei zwar zeitaufwändig, stelle aber einen nachhaltigen Beitrag zur Integration von Jugendlichen in die Kirche dar und trage dazu bei, das Archiv bei Schülern und Lehrern als außerschulischen Lernort zu etalieren. Insofern sei dies ein sehr wirkungsvolles Mittel archivischer Öffentlichkeitsarbeit. Grace Anders stellte in Arbeitsgruppe 2 ihre Erfahrungen mit Lesesaalordnung und Benutzerverhalten im Landeskirchlichen Archiv Schwerin vor.

Dabei bewertete sie Lesesaalordnungen als zeitgemäßes Instrument, um Abläufe im Zusammenhang der Benutzung zu organisieren und den sachgerechten Umgang mit dem Archivgut zu gewährleisten.

Flipchart-Anschrieb in den Arbeitsgruppen

Am zweiten Konferenztag plädierte Dr. Hans Otte (Landeskirchliches Archiv Hannover) in Arbeitsgruppe 3 für die Beteiligung von Kirchenarchiven bei der Ausbildung von Kirchenführern. Archivare könnten als Experten die gezielte und schnelle Wissensaneignung unterstützen, Wege zu Quellen aufzeigen und so zum Gelingen der Kirchenpädagogik beitragen, diese wiederum leiste einen wichtigen Beitrag zur Verankerung des Kirchenraumes in der Gesellschaft. In der Arbeitsgruppe 4 stellte Eva Drechsler die Erfahrungen des Landeskirchlichen Archivs in Kiel bei der Durchführung von Archivvolontariaten für Studierende vor. Seit 2001 werde Studierenden durch das 2-jährige Volontariat die Möglichkeit gegeben, einen profunden Einblick in das archivische Berufsfeld zu erhalten, Fachwissen und Softskills zu erwerben sowie sich im beruflichen Alltag zu erproben. Das Archiv wiederum profitiere von einer besonders motivierten zusätzlichen Arbeitskraft, die auch vielfältige Anstöße aus dem universitären Umfeld mitbringe.

Dr. Annette Göhres und Dr. Johann Peter Wurm beim Vortrag im Plenum

Die Veranstalter, Dr. Annette Göhres und Dr. Johann Peter Wurm vom Landeskirchlichen Archiv, entließen die Teilnehmer/-innen und Referenten/-innen mit herzlichem Dank und einer Einladung zum Kirchenarchivtag 2014, der voraussichtlich als gemeinsame Veranstaltung zusammen mit dem süddeutschen Kirchenarchivtag in Berlin stattfinden wird.

Henning Pahl

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Publikationsdatum dieser Seite: Dienstag, 19. September 2017 16:01