Für alle Benutzerinnen und Benutzer gilt verpflichtend die 2G-Regel (genesen oder geimpft)!

Nutzungshinweise

Die Kirchenbücher sind nach den Namen der einzelnen Kirchengemeinden geordnet. Für eine Suche ist also die Kenntnis der damals zuständigen Kirchengemeinde (oder zumindest des damaligen Wohnortes) Ihrer Vorfahren erforderlich. Außer dem Ortsnamen sollten Sie die Provinz und den Kreis kennen, zu dem der Ort gehörte, da viele Ortsnamen mehrfach vorkommen. Die politische Gemeinde und die zuständige Kirchengemeinde sind häufig nicht identisch. In großen Städten gab es viele Kirchengemeinden. Kleine Orte gehörten kirchlich oft zu einer größeren Stadt. Wenn Sie nur den Wohnort, aber nicht die zuständige Kirchengemeinde kennen, können wir Ihnen mit Hilfe unserer Nachschlagewerke weiterhelfen. Die Verwaltungsorganisation, d.h. die Zugehörigkeit zu einer Provinz, einem Kreis und einer Kirchengemeinde hat sich in den ehemaligen Ostprovinzen teilweise mehrmals geändert. Zudem sind im Laufe der Zeit viele Orte umbenannt worden. Nachschlagwerke zur Klärung der Verwaltungszugehörigkeit sind bei uns vorhanden.
Viele Gemeinde- bzw. Ortsverzeichnisse sind im Internet abrufbar. Die ältesten Ortsverzeichnisse für die preußischen Provinzen Ost- und Westpreußen von 1785 bzw. 1789 sind online abrufbar unter https://de.wikipedia.org/wiki/Johann_Friedrich_Goldbeck.
Spätere kirchliche und standesamtliche Zuständigkeiten sind über die Internetseiten von genealogischen Vereinen wie der Arbeitsgemeinschaft Ostdeutscher Familienforscher e.V. (AgoFF) oder des Vereins für Familienforschung in Ost- und Westpreußen e.V (VFFOW) sowie über die Internetseite https://westpreussen.de (Rubrik "Ortsverzeichnis") zu klären.
Da wir für unsere Kirchenbücher keine Generalregister besitzen, können wir keine Namensforschungen durchführen. Über die Herkunft von Familiennamen informieren Sie sich bitte in der einschlägigen Literatur. An der Universität Leipzig gibt es eine Namenberatungsstelle, die gegen Honorar Auskünfte erteilt (https://www.philol.uni-leipzig.de/namenberatungsstelle).
Wenn Ihre Vorfahren nicht aus den ehemaligen Ostprovinzen stammen, liegen die Kirchenbücher entweder in der Ortsgemeinde oder in dem zuständigen landeskirchlichen Archiv. Falls Ihre Vorfahren zwar aus Ost- oder Westpreußen stammen, aber katholisch sind, wenden Sie sich bitte an das Bischöfliche Zentralarchiv Regensburg, siehe Weiterführende Adressen. Für die anderen östlichen Provinzen befinden sich noch erhaltene Kirchenbücher katholischer Gemeinden vor Ort oder in den polnischen Archiven.

Einsichtnahme

Da ausreichend Plätze zur Verfügung stehen, werden keine Platzreservierungen mehr vorgenommen!
 
Damit Sie nicht vergeblich anreisen, sollten Sie unbedingt vor Ihrem Besuch klären, ob die für Sie relevanten Kirchenbücher im EZA vorhanden sind. Dazu können Sie entweder in unserer Kirchenbuch-Übersicht recherchieren oder uns eine schriftliche Anfrage senden. Bitte beachten Sie, dass für schriftliche Auskünfte eine Gebühr anfällt (siehe unten).
Um die Originale zu schützen, werden die Kirchenbücher nur noch auf Mikrofiche oder als Digitalisat vorgelegt. In unserem Benutzeresaal stehen dafür entsprechende Lesegeräte und Computer zur Verfügung. Bitte reservieren einen Arbeitsplatz mit der passenden Ausstattung für sich.
Im Benutzersaal stehen wichtige Hilfsmittel bereit: Ortslexika der ehemaligen östlichen Provinzen Preußens, Pfarralmanache der preußischen Kirchenprovinzen und wichtige genealogische Nachschlagewerke. Die Arbeit an Kirchenbüchern erfordert gewisse Kenntnisse älterer Handschriften. Lesehilfen können wir nur in sehr begrenztem Rahmen geben.

Gebühren

Aus den verfilmten Kirchenbüchern können Sie selbst Kopien am Reader-Printer anfertigen (EUR 0,20 je Kopie).
Familienforschung für private oder gewerbliche Zwecke ist gebührenpflichtig. Die folgenden Gebühren richten sich nach unserer Gebührentafel.
 
Gebühr für die Benutzung von Archivgut in unserem Benutzersaal:
    - für private Zwecke je Benutzungstag: EUR 9,00
    - für geschäftsmäßige Zwecke (Tätigkeit gegen Entgelt) je Benutzungstag: EUR 35,00
 
Gebühr für schriftliche Auskünfte und die Anfertigung von Regesten und Abschriften (je nach Aufwand):
    - für die erste Viertelstunde: EUR 15,00
    - für jede weitere angefangene Viertelstunde: EUR 10,00
 
Gebühr für die Ausstellung und Beglaubigung:
    - Ausfertigung einer beglaubigten Urkunde (Auszug aus einem Kirchenbuch auf Formblatt mit Siegel): EUR 8,00
    - Ausstellung einer beglaubigten Fotokopie: EUR 5,00
 
Gebühr für die Anfertigung von Reproduktionen aus Kirchenbüchern:
    - Bearbeitungspauschale je Auftrag: EUR 5,00
    - Kopie einer Kirchenbucheintragung: EUR 1,00
    - Ausgabe der digitalen Kopien auf CD-Rom (bis 650 MB): jeweils EUR 3,00 zzgl. Versandkosten
    - Zusendung der digitalen Kopien per E-Mail je Auftrag: EUR 1,00

Schutzfristen

Die Benutzung der ostdeutschen Kirchenbücher richtet sich nach dem "Kirchengesetz zur Sicherung und Nutzung von kirchlichem Archivgut" der Evangelischen Kirche der Union vom 6. Mai 2000 (Amtsblatt der Evangelischen Kirche in Deutschland 2000, S. 192) und nach der "Ordnung für die Benutzung des Kirchlichen Archivzentrums Berlin" vom 9. Oktober 2000.
Kirchenbücher unterliegen den besonderen Schutzfristen, die für personenbezogenes Schriftgut im Gesetz festgesetzt sind.
Es gelten folgenden Schutzfristen
  • für Taufbücher: 90 Jahre
  • für Konfirmandenregister: 75 Jahre
  • für Traubücher: 70 Jahre
  • für Bestattungsbücher: 30 Jahre
Kirchenbücher bzw. deren Mikrofiches, die einer Schutzfrist unterliegen, können nicht im Lesesaal eingesehen werden. Einzelne Einträge zu Vorfahren in direkter Linie können von den Mitarbeitenden der Kirchenbuchstelle herausgesucht und Kopien oder Auszüge angefertigt werden.
Kontaktaufnahme

Evangelisches Zentralarchiv
Bethaniendamm 29
10997 Berlin
Tel.: (030) 22 50 45 - 20
Fax:  (030) 22 50 45 - 40
E-Mail: archiv@ezab.de

Öffnungszeiten des Benutzersaals:
Mo. - Do. von 9 bis 16 Uhr

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Publikationsdatum dieser Seite: 2022-01-25